Frau blickt zum Himmel

Du hast es in der Hand

Jürgen Ferrary
24. August 2025

Es gibt Tage, da scheint das Leben uns die Richtung vorzugeben: schlechte Nachrichten am Morgen, Stress auf der Arbeit, ein genervter Kommentar – und schon kippt die Stimmung.

Doch Hand aufs Herz: Wer entscheidet eigentlich, in welche Richtung unser Blick geht? Die Wahrheit ist unbequem und befreiend zugleich – wir selbst!
Wir können wählen, ob wir uns von schlechter Laune anstecken lassen oder auf das Gute schauen. Wir können entscheiden, ob wir mitlästern – oder ob wir den Unterschied machen. Wir können uns für Freude entscheiden – selbst dann, wenn unsere Umstände alles andere als ideal sind.

Denn die entscheidende Frage ist nicht: Wie sind meine Umstände? Sondern: Wohin schaue ich?

Die Bibel erinnert uns immer wieder daran, dass unser Blick die Richtung unseres Lebens bestimmt. Paulus schreibt:

„Richtet eure Gedanken auf das, was im Himmel ist, nicht auf das, was zur irdischen Welt gehört“ (Kolosser 3,2 NGÜ).

Unser Blick kann auf Hoffnung oder Hoffnungslosigkeit gerichtet sein, auf Liebe oder auf den Ärger unseres Herzens, auf das Böse – oder auf Gott.

Diese Entscheidung trifft niemand für uns. Wir selbst wählen, wie wir reagieren.
Jesus selbst sagte: „Dein Auge ist das Licht des Körpers. Wenn dein Auge klar ist, wird auch dein ganzer Körper hell sein“ (Lukas 11,34 EU) – Mit anderen Worten: Wohin wir schauen, prägt, wie wir leben.

Natürlich ist das leichter gesagt als getan. Wir sind keine Maschinen, die einfach „Freude einstellen“ können. Aber wir haben einen Gott, der uns durch seinen Geist befähigt, unser Herz auf ihn auszurichten – auch mitten im Chaos.

Praktische Anwendung:

Wenn Ärger kommt: Frage dich: Wohin schaue ich jetzt?
Wenn Entmutigung anklopft: Halte bewusst Ausschau nach Gottes Verheißungen.
Wenn du die Wahl hast, mit zu lästern: Nutze deine Stimme, um Leben zu bringen, nicht Gift.
So treffen wir jeden Tag Dutzende kleine Entscheidungen – und jede einzelne kann uns näher zu Gott bringen oder uns von ihm wegziehen.

Passende Bibelstellen:

Philipper 4,8 – „Richtet eure Gedanken auf das, was wahr, was ehrbar, was gerecht, was rein, was liebenswert, was wohllautend ist…“
Psalm 121,1–2 – „Ich hebe meine Augen auf zu den Bergen. Woher kommt mir Hilfe? Meine Hilfe kommt vom Herrn…“
Hebräer 12,2 – „Lasst uns aufsehen zu Jesus, dem Anfänger und Vollender des Glaubens…“
Schlussgedanke:
Jeden Morgen bekommen wir ein leeres Blatt geschenkt. Die Umstände schreiben nicht die ganze Geschichte – wir dürfen mitentscheiden, welche Worte, Farben und Bilder darauf entstehen. Die Richtung, in die wir schauen, formt den Weg, den wir gehen.

Sei gesegnet!

„Du kannst die Wellen nicht stoppen, aber du kannst lernen, auf ihnen zu surfen“ (Jon Kabat-Zinn).

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